dienstag

früh am morgen,
du,
so leuchtend
und blond
vorm beschützer
und hüter,
dem baum.
noch dunkel ist‘s –
oder doch schon
morgengraun?
entschlossenen schrittes
fliegst du in deinen
gefiederten stiefeln
durch die grauen städte
unserer zeit –
dem verfliegenden traum.
manchmal wartest du –
auf wen?
auf was?
dein blick –
als würden wir uns kennen,
gleitet entlang
der beton-brücken und
belanglosen bauten,
zum himmel,
dem fernen.
dein schönes haar
verweht
vor menschen,
die sich fremd,
die wie schatten
in der unterwelt,
sich unablässig trennen
dein licht,
ein stiller blick von dir,
ist lebendiger gruss,
genuss und trost –
wie hab ich dich
vermisst –
dienstag ist‘s !
❤ Dank an Annelie and her miraculous music
RM, 20. März 2022